Dienstag, 18. Oktober 2016

Noch 'ne Knifte und'n Matschbrötchen

Was tun, wenn man keine Lust hat, sich an den Herd zu stellen, aber der Hunger dringend gestillt werden muss. Dann müssen die guten alten Kniften herhalten. Oder Bütterchen. Oder Pöhle. Je nachdem, wo man wech' ist. Sie heißen überall anders. Hierzuland, am Rande des Sauerlands, nennen wir sie Kniften.

Ich persönlich sage gerne Bütterchen. Pöhle bekam ich immer mit in die Schule. Habe ich meistens weggeschmissen. Viel zu viel Belag drauf. Dicke, schräg geschnittene Brotscheiben mit viel zu viel guter Butter und ebenso viel zu viel feiner Leberwurst.

Nachdem meine Feundin und ich auf dem Weg zur Schule vorab unsere Brote aus dem "Tonn-Tonn" holten (Schultournister) um unsere Pöhle zu begutachten, kam es manchmal zu kleinen Tauschgeschäften. Ich geb dir meine Leberwurst, gibt du mir deinen Schmierkäse.

Mochten wir nicht tauschen, schmissen wir die Brote achtlos weg (Asche auf mein Haupt) und kauften uns Waffelbruch beim Bäcker. Der war so herrlich, dieser Waffelbruch. Da träume ich heute noch von. Einmal im Leben hätte ich gerne genau so eine Tüte Waffelbruch! Die Bäckerei gibt's schon lange nicht mehr. Aber ich bin noch da und meine Sehnsucht nach Waffelbruch. Und natürlich meine Sehnsucht nach den Brötchen, die heute Matschbrötchen heißen. Ich fand nie etwas ungehöriges an dem Wort Negerkussbrötchen. Aber - Schluss mit lustig. So etwas sagt man nicht mehr.

Mohrenkopf darf man auch nicht mehr sagen. Herrschaftszeiten, es gab sogar mal einen Eisneger. Wobei, dieser Ausdruck geht mir mittlerweile auch quer. Den Genuss des Matschbrötchens kann ich mir jederzeit gönnen. Fast in jeder Bäckerei gibt es sie. Manchmal, wenn es mich gelüstet, dann ......ach, nee, gleich zwei?

Ja, klar!
Tomaten und Bütterchen mit Rührei und Schnittlauch. Eier sind mir ausgegangen, daher der magere Belag. 




Sonntag, 9. Oktober 2016

Monster-Croissants oder - fluffige Hörnchen

Ich sach'ma so: Jetzt mal Butter bei die Fische ...ähm ....bei die Croissants ;-) Dieses Rezept versprach, das sind die besten selbstgemachten Croissants, die ihr je gegessen habt. Wie vom Bäcker. So oder so ähnlich lautete der verlockende Text. Ich ließ mich natürlich gerne locken. Ich hatte Hunger, die Fotos sahen hübsch aus, mir lief das Wasser im Munde zusammen, die Kommentare waren durchweg positiv. Heute in der Frühe habe ich sie gebacken. Okay, sie waren lecker. Keine Frage! Aber von Croissants waren sie so weit entfernt, wie ich damals von der Aussicht auf Taschengeld, als ich 7 Jahre alt war. Wieder einmal mehr bewahrheitete sich, es ist nicht alles Gold, was glänzt und es schmeckt nicht alles nach Croissants, auch wenn sie so aussehen.  
Aber eines stimmt Hundert-pro: Es waren Monster. Hier noch ein paar Fotos, zum Appetit holen, und zum Schluss das Rezept.
Belegt mit Rührei und geräuchertem Lachs.


Und so sieht's von innen aus: